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SEO 2016: Content, Content, Content

SEO 2016 - Content, Content, Content

In den vergangenen Jahren haben enorme Veränderungen in der Suchmaschinenoptimierung (SEO) stattgefunden. Google veröffentlicht ein Update nach dem anderen und die Suchmaschinen verstehen immer besser, was wir suchen und stellen bessere, individuellere Suchergebnisse bereit. Für Unternehmen bedeutet das, dass alte SEO-Strategien nicht mehr greifen. Hat man früher versucht, die Technik von Google zu verstehen und auszutricksen, um in den Suchergebnissen ganz nach oben zukommen, geht die Arbeit heute Richtung Content. Guten, individuellen Content bereitzustellen ist der Schlüssel, die Kunden zu erreichen.

Drei SEO-Mythen

Der CRM-Software-Hersteller HubSpot hat in seinem PDF „17 SEO-Mythen: Veraltete Strategien, die heute einfach nicht mehr funktionieren“ den aktuellen Stand der Dinge zusammengefasst. Viele Unternehmen müssen im Online-Marketing komplett umdenken und auf Content Marketing setzen; ein Begriff, der von einigen schon mit SEO gleichgesetzt wird. Meines Erachtens wird sogar der Begriff SEO selbst mehr und mehr in den Hintergrund rücken.

Ich habe aus dem HubSpot-Dokument drei Mythen herausgesucht. Das gesamte Dokument kann gegen Herausgabe der Unternehmensdaten bei HubSpot angefordert werden.

Mythos 1: Meta-Keywords und Meta-Description sind sehr wichtig für das Ranking

Stimmt so nicht. Matt Cutts von Google hat 2009 schon gesagt, dass die Keywords nicht berücksichtigt würden:

Auch die Meta-Description, also der Kurztext, der in den Suchergebnissen angezeigt wird, wird nicht nach Keywords durchsucht. Das gleiche gilt auch für die URL und den Seitentitel (H1). Das heißt aber nicht, dass die wichtigsten Keywords der Seite dort nicht stehen sollen. Nur sollte man seine Leser und nicht Google im Blick haben: Schreibt einfach gute Headlines, die das Thema sofort klarmachen und zum Lesen anregen. Wichtiger als ein hohes Ranking sind Meta-Descriptions, die darüber hinaus dem Nutzer klarmachen, was er genau zu erwarten hat, wenn er auf den Link klickt. Nur so erreicht ihr eine hohe Klick-Through-Rate und dass eure Beiträge auch wirklich gelesen werden.

Auch bei der Auswahl der Keywords kann man sich seit 2014 stärker auf die Leser konzentrieren, denn Google ist seitdem in der Lage, auch Synonyme der Keywords für bessere Suchergebnisse zu nutzen. Man wird also nicht mehr nur gefunden, wenn Suchanfrage und Keywords exakt übereinstimmen.

Mythos 2: SEO ist IT-Aufgabe

Ist es nicht. Wenn wie ich oben beschrieben habe SEO immer stärker Content Marketing wird, sollten in SEO-Strategien auch die Marketing-Leute das Sagen haben. Natürlich wird die IT weiter zur technischen Implementierung und als wichtiger Ansprechpartner gebraucht, aber hier sitzt nicht das Know-how, das heute für erfolgreiches Online-Marketing benötigt wird.

Mythos 3: Viel Content und eine hohe Anzahl an Seiten erhöhen das Ranking

Ihr erratet es schon: Guter Content ist wichtig. Qualität geht vor Quantität. Es gibt so viel Content im Netz, um genauer zu sein, viel zu viel. Mit originärem Content, der wirklich hilfreich ist, kann man sich von der riesigen Masse abheben. Viel Content kann verwirren und überfordern. Nutzer, die auf eurer Seite genau finden, was sie suchen, werden wahrscheinlicher zu Kunden, als Nutzer, die sich durch ein Überangebot an Material wühlen müssen.

Die Google Quality Rater Guidelines

Ein weiteres erhellendes Dokument sind die Google Quality Rater Guidelines. Google setzt über den Algorithmus hinaus sog. Quality Rater ein. Also echte Menschen, die Suchergebnisse bewerten. Die Ergebnisse werden in den Algorithmus zurückgespielt und verbessern ihn. Unternehmen können dieses Dokument für ein besseres Online-Marketing nutzen.

Die Haupterkenntnisse lauten: 

  • Nicht die Anzahl der Wörter eines Beitrags ist entscheidend, sondern, dass das Thema ausreichend behandelt wird. Bei umfassenden Themen reicht ein kurzer Beitrag nicht. Bei schnell zu beantwortenden Suchanfrage reicht hingegen ein kurzer Absatz, der die Frage sofort beantwortet und nicht in einer Textwüste versteckt.
  • Bei Entry- und Landing-Page-Strategien sollte auch die Homepage mit beachtet werden, denn diese wird von den Ratern auch berücksichtigt, egal ob sie im Fokus der Kampagne steht oder nicht. Also immer auch die Homepage beachten und dynamisch gestalten.
  • Neben den Hauptinhalten auch verwandte Inhalte beachten. Google bewertet auch weitere Informationen im Umfeld des Hauptinhalts, also auch Sidebar und Related Content (ein Anteasern weiterer Artikel zum gleichen oder ähnlichen Thema).

Ausführliche Infos zu diesem Thema finden ihr in dem Beitrag Google veröffentlicht Quality Rater Guidelines.

Fazit

SEO hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert. Statt einer Fülle von SEO-Tricks sollte man heute guten Content bereithalten, um Nutzer auf die Website zu bringen und zu Kunden zu machen. SEO ist keine technische Aufgabe, sondern eine, die von Marketing-Profis durchgeführt werden sollte. Zeit, auch die Budgets entsprechend zu verschieben.

Weiterer Beitrag zum Thema: OnPage SEO selbstgemacht – 5 Tipps für WordPress

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